Zeig mir das Bild vom Tod


Nach der 16 Monate langen Probenzeit war es soweit: Wir präsentierten die Rock-Musical-Show „Zeig mir das Bild vom Tod“.

Das dreistündige Programm bestand wie bei TEN SING üblich aus einer guten Mischung von 20 alten und neuen Rock- und Pop-Songs, einstudierten Tänzen, einem Minichor und einem selbst geschriebenen Theaterstück:

Der Physikstudent Christian bekommt ein Notebook zum Geburtstag. Begeistert stürzt er sich in die undurchsichtige Welt des Internets und ersteigert prompt die langersehnte Digitalkamera vom Geburtstagsgeld der Oma. Die Kamera wird in ein paar Tagen geliefert, doch dieser Zeitpunkt scheint noch sehr weit entfernt. Ungeduldig wartend und begeistert von den Möglichkeiten des World Wide Web stößt Christian zufällig auf einen Blog, eine Art Tagebuch, das ein fremder Mensch anderen Menschen über das Internet zugänglich macht.

Zunächst wahllos ohne große Erwartungen angeklickt entpuppen sich die Texte des ominösen, unbekannten Autors als wahrer Krimi. So berichtet dieser von seinen dunklen Machenschaften als Spion. Zu seinem Unglück sei einer der von ihm begangenen Morde auf einem Foto festgehalten worden, womit er nun erpresst werde. Natürlich sei er sich darüber im Klaren, dass dies das Ende seiner Karriere bedeuten könne – dass er den Erpresser damit nicht durchkommen lassen kann, scheint für ihn jedoch Ehrensache zu sein...

Gefesselt verfolgt Christian die Ausführungen des angeblichen Spions. Anfangs liest sich das Tagebuch noch wie ein spannender Roman, doch nach und nach zeichnen sich erschreckende Parallelen zwischen der vermeintlich fiktiven Welt des Spions aus dem Internet und Christians Leben ab. Ist die Fiktion doch mehr Realität als zunächst angenommen?